Gefahrguteinsatz auf der BAB A8/A81 Fahrtrichtung München
Beteiligte Abteilungen: Hauptamtliche Abteilung, Abteilung Maichingen, Abteilung Darmsheim und Abteilung SindelfingenPRESSE-INFORMATION
Gefahrguteinsatz auf der BAB A8/A81 Fahrtrichtung München
Die Feuerwehr wurde am Donnerstag um 11:47 Uhr zu einer auslaufenden Gefahrgutflüssigkeit auf die BAB A8/A81 in Fahrtrichtung München alarmiert. Die Einsatzleitung vor Ort übernahm der Feuerwehrkommandant Rainer Just.
Vor Ort wurde ein LKW festgestellt, der mit mehreren Fässern eines Lösungsmittels beladen war. Nach ersten Erkenntnissen befanden sich insgesamt 13 Fässer auf dem Fahrzeug. Eines der Fässer war bereits geborsten, zwei weitere Fässer waren beschädigt. Aus einem beschädigten Gebinde trat eine größere Menge Lösungsmittel aus. Da es sich hierbei um einen hochentzündlichen Stoff handelte, mussten umgehend umfangreiche Sicherungs- und Brandschutzmaßnahmen eingeleitet werden.
Aufgrund der Einsatzlage wurde die Autobahn in Fahrtrichtung München durch die Autobahn GmbH sowie die Autobahnpolizei vollständig gesperrt. Um den Verkehr möglichst frühzeitig aus dem Gefahrenbereich herauszuhalten, wurde versucht, diesen bereits im Bereich Leonberg-Ost abzuleiten.
Die Feuerwehr leitete unter Atemschutz sowie teilweise unter speziellen Chemikalienschutzanzügen erste Maßnahmen ein. Die beschädigten Behälter wurden gekühlt, um ein weiteres Bersten zu verhindern. Parallel dazu wurden umfangreiche Brandschutzmaßnahmen aufgebaut, da durch die hohe Entzündlichkeit des Stoffes eine besondere Gefahr bestand. Das austretende Medium sowie das anfallende Kühlwasser wurden in Auffangbecken der Autobahnmeisterei aufgefangen.
Aufgrund der längeren Einsatzdauer, der hohen Außentemperaturen sowie des personalintensiven Vorgehens unter Atemschutz und Chemikalienschutzanzügen wurden weitere Feuerwehren aus dem Landkreis Böblingen nachgefordert. Diese unterstützten unter anderem bei der Sicherstellung des Grundschutzes sowie bei der Bereitstellung weiterer Atemschutzgeräteträger.
Für die Verkehrsteilnehmenden im Rückstau wurden teilweise Getränke ausgegeben. Im weiteren Verlauf konnte der aufgestaute Verkehr kontrolliert an der Einsatzstelle vorbeigeführt werden. Zusätzlich wurden Kontrollfahrten durchgeführt, um die Lage im Rückstau zu beobachten und bei Bedarf schnell Hilfe leisten zu können.
Kreisbrandmeister Martin Amler war vor Ort und machte sich ein Bild der Lage. Ebenfalls an der Einsatzstelle waren der Fachberater Chemie der Werkfeuerwehr Bosch sowie die Führungsgruppe des Landkreises Böblingen.
Im Einsatz waren neben der Feuerwehr auch die Autobahnpolizei, die Autobahn GmbH, der Rettungsdienst sowie die DRK-Ortsvereine. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit 30 Fahrzeugen, 6 Einsatzkräfte des Regelrettungsdienstes mit 3 Fahrzeugen sowie 6 Einsatzkräfte der DRK-Ortsvereine mit 5 Fahrzeugen im Einsatz. Unterstützt wurden die Maßnahmen zudem durch zahlreiche Kräfte der Polizei sowie der Autobahn GmbH.
Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen der Einsatzkräfte konnte eine weitere Ausbreitung des Gefahrstoffes verhindert und die Lage stabilisiert werden. Die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen verlief reibungslos.
Stand 16:35 Uhr
Der mit Gefahrgut beladene Lkw wurde in enger Abstimmung mit den Fachberatern unter Begleitung der Feuerwehr und der Polizei über eine Autobahnabfahrt von der Autobahn geleitet. Zu diesem Zeitpunkt bestand keine unmittelbare Gefahr mehr.
Auf einem nahegelegenen Parkplatz erfolgt derzeit unter der Absicherung der Feuerwehr die Bergung sowie das Umladen des Gefahrguts.
Die Autobahn konnte zwischenzeitlich teilweise wieder für den Verkehr freigegeben werden. Aufgrund noch laufender Reinigungsarbeiten kommt es jedoch weiterhin zu Einschränkungen. Die Maßnahmen werden voraussichtlich noch einige Zeit andauern.
Stand 17:40 Uhr
Das Bergungsunternehmen hat die Bergung begonnen. Die Feuerwehr konnte ihren Einsatz beenden.
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